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Gleiches Degressionspotenzial bei Konsumer- und Fahrzeug-Batterien

Wie schon die Kostendegression der ersten Generation von Li-Ion-Akkus (Baureihe 18650) in den Jahren 1991-2005 belegt, werden Standardisierung und Massenfertigung auch in der Produktion von Batterien für Elektrofahrzeuge unweigerlich zu geringeren Kosten führen. Es ist kaum damit zu rechnen, dass die Preisdegression bei Fahrzeugbatterien so viel flacher als wie zuvor bei Batterien für Handys, Laptops und Digitalkameras verläuft, weil die Stückzahl wahrscheinlich schon 2015 über der von Konsumerbatterien liegen wird (vgl. 

Abschlussbericht Kabelloses Laden, S. 100-102). Den insgesamt wohl am steilsten kalkulierten Kostensturz prognostizieren das US-Energieministerium (DOE) und das US-Marktforschungsinstitut CSM, denen zufolge die Akkukosten von umgerechnet rund 1.000 - 1.500 €/kWh in 2011 bis 2015 auf rund 500 €/kWh (-50%) und bis 2020 auf rund 200 €/kWh (- 80%) fallen werden. Damit liegt das DOE selbst mit aktuellsten Zahlen schon bei der Annahme heutiger Preise um rund das Doppelte über dem übrigen Feld. Gleichzeitig zeigen diese Streuungen wie vage die Angaben sind. Immerhin sprach Nissan bereits 2010 schon von 262 €/kWh. Ebenfalls mit einer Halbierung der Batteriekosten, allerdings erst bis 2020, rechnen der International Council on Clean Transportation (ICCT), das US-Marktforschungsinstitut IHS, das Jülicher Institut für Energie- und Klimaforschung (IEK) und der Batteriehersteller Johnson Controls Power Solution, wobei letzterer bis 2015 Kosten von 350 €/kWh und bis 2020 von 250 €/kWh erwartet. Das United States Advanced Battery Consortium (USABC), ein Zusammenschluss der Fahrzeughersteller General Motors, Ford und Chrysler, hat schon 2008 eine Einschätzung vorgelegt, nach welcher die Kosten von umgerechnet 350 €/kWh im Jahr 2010, auf 210 €/kWh im Jahr 2015 und auf 175 €/kWh im Jahr 2020 fallen werden. Bei allen widersprüchlichen oder zumindest abweichenden Detailaussagen ist der Grobtrend umso wichtiger. Wie der exemplarische, keineswegs vollständige Überblick belegt, wird sich diese Entwicklung der Batteriepreisdegression in den kommenden Jahren fortsetzen, wahrscheinlich sogar beschleunigen. Absehbare Marktkrisen, z. B. durch Überproduktion ab 2016, werden dort noch gar nicht berücksichtigt.