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Zunehmende Automatisation beschleunigt den Verfall der Preise

Bedenkt man, dass rund 50 Prozent der Batteriekosten in der nicht selten noch manuellen Montage entstehen, wird deutlich, dass derzeit noch große Optimierungs- und Kostensenkungspotentiale erschlossen werden können. Es drängt sich ganz unvermittelt die Frage auf, wie lange Handarbeit überhaupt noch ernsthafte Kalkulationsgrundlage einer Schlüsseltechnologie sein kann? Intelligente automatische Produktionstechnologien, die zu einer höheren Produktivität und einer geringen Ausschussrate führen, üben zweifellos nachhaltige Hebelwirkungen aus.
Auch zeigt die einfache Herstellbarkeit von Toyotas Feststoffbatterie, dass die Veränderung von Zellchemien oder die Substitution bzw. das Einsparen von eingesetzten Rohmaterialien ebenfalls riesige Kostensprünge erlauben. Wobei das Automationspotential durch Standardisierung und Mechanisierung bei der Produktion von Batteriepacks wiederum deutlich höher ist, als bei der Herstellung von Batteriezellen  (vgl.

Abschlussbericht Kabelloses Laden, S. 105-107).
Bezeichnenderweise stellt die Boston Consulting Group in einer für die Jahre 2009 bis 2020 erstellten Hochrechnung fest, dass sich - ein entsprechendes Hochfahren der Massenfertigung vorausgesetzt - die vom Produktionsvolumen abhängigen Kosten bei der Zellproduktion lediglich halbieren lassen, während sie bei der Batteriemontage um gut zwei Drittel reduziert werden können.