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5 GW-Batteriepark in Texas soll Wirtschaftlichkeit von netzgebundenen Speichern beweisen - Kosten: 350 US-Dollar/kWh bis 2020

19.12.14

Der größte Netzbetreiber des US-Staates Texas, Oncor, will 2 Mrd. US-Dollar in netzgebundene Stromspeicher investieren, ohne dass Strom dadurch teurer würde. Dass dies wirtschaftlich machbar und lohnenswert ist, wurde in einer aufwändigen Studie der Brattle Group ermittelt, die Oncor in Auftrag gegeben hat. Die Unternehmensberater von Brattle kamen zu dem Schluss: Ein Batteriepark mit einer Leistung von 3-5 GW ist der kosteneffizienteste Weg, um in Zukunft erneuerbare Energien in das texanische Stromnetz zu integrieren.​ Derzeit würden Großspeicher zwar noch 700 bis 3.000 US-Dollar pro kWh kosten. Bis 2020 sänke der Preis aber auf 350 US-Dollar/kWh, das sei der Konsens von Börsenanalysten wie Morgan Stanley.

2018 will Oncor mit dem Bau eines 5 -GW-Megaparks beginnen, sofern es zu einer Gesetzesänderung in Texas kommt. Bisher ist es Netzbetreibern in Texas nämlich nicht erlaubt, Strom direkt zu vermarkten. Tesla Motors hat mittlerweile bestätigt, dass es erste Tests zusammen mit Oncor durchführt. Zwei 25 kW-Lithium-Ionen-Speicher von Tesla werden derzeit in Dallas auf ihre Eignung als Netzspeicher untersucht. Der geplante Batteriepark von Oncor könnte der bislang größte Netzspeicher in den USA werden. Dort gibt es zwar bislang 28,5 GW an Speicherkapazitäten, diese bestehen aber fast ausschließlich aus Pumpspeicherkraftwerken, wie die Speicher-Datenbank des US-Energieministeriums (DOE) offenbart. Die bisherigen Batteriespeicherkraftwerke erreichen insgesamt nur 540 Megawatt.

Zur Originalquelle (Texas Tribune, Dezember 2014)

Zur Originalquelle (Dallas Business Journals, November 2014)