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Batterie-Recycling: Akkus des BMW i3 sollen im Second-Life Stromnetz entlasten - Samsung: "Die Innovations-Zyklen werden immer kürzer"

19.09.13

Samsung SDI ist ein Jahr nach der Trennung von seinem Partner Bosch weiter auf Erfolgskurs. SDI liefert bereits die Fahrzeugbatterie für den BMW i3 und den Fiat 500e, verhandelt laut der Zeitung Korea Herald auch über Zulieferverträge mit Tesla. "Die Innovationszyklen für Batterien werden immer kürzer", so Samsung-Sprecher Daniel Schweizer auf der IAA. Zehn Jahre Garantie gibt SDI auf Fahrzeugbatterien, spätestens dann seien sie rein technologisch überholt, die einzelnen Bestandteile nicht mehr für neue Fahrzeuge zu verwenden. Statt sie zu recyceln, sei es daher wirtschaftlich lohnender, Autobatterien im Second-Life zu nutzen. Ihre Lebensdauer reiche immerhin weit über den Einsatz im Auto hinaus.

BMW und Vattenfall testen Ab Ende 2013 in der Hamburger HafenCity, wie ausgediente Batteriespeicher aus Elektrofahrzeugen weiterverwendet werden könnten: Als Leistungspuffer für Schnell-Ladestationen, die das Stromnetz entlasten. Die Hochvolt-Lithium-Ionen-Batterie des i3 leistet im Neuzustand immerhin 125 kW, je nach Alter und Degradationsgrad kann sie Jahre später immer noch wertvolle Dienste leisten.

Bis 2020 will das Unternehmen eine serienreife Lithium-Luft-Batterie auf den Markt bringen. Rund 10.000 Wissenschaftler arbeiten in Südkorea am firmeneigenen "Advanced Institute of Research", 300 von ihnen befassen sich neuerdings mit Automotive-Batterien. Da der Markt für Pedelecs in Asien voraussichtlich schneller wachsen wird, als der für Elektroautos, kooperiert Samsung neuerdings mit dem E-Bike-Hersteller Prophet. Die Beschaffung von Lithium hat sich Samsung für die nächsten 10-20 Jahren durch eigene Minenfirmen gesichert.


Breites Angebot: Samsung bietet Akkus für Microhybrid- und vollelektrische Fahrzeuge (Bild: Kiefermedia)

Offizielle Presseinformation (Samsung, September 2013)

Originalquelle (Vattenfall, August 2013)