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Kugelsichere Weste für Lithium-Ionen-Akkus soll Brände verhindern

29.01.15

Die Universität Michigan (UM) in Ann Arbor will mit einer Art kugelsicheren Weste für Lithium-Ionen-Akkus, Batteriebrände wie 2013 im Dreamliner verhindern. Wenn sich zu große Löcher in der Membran bilden, die die Elektroden voneinander trennen, kann es zu Kurzschlüssen kommen. Nutzt man das robuste Kevlar als Material für die Membran, wird ein Kurzschluss wirkungsvoll verhindert. Kevlar ist ein unbrennbares, bereits patentiertes Nanomaterial aus Aramidfasern, das beispielsweise für kugelsichere Westen verwendet wird. Durch das besonders dünne Material könne man die Zellen verkleinern, so der Entwicklungs-Ingenieur Dan VanderLey. 30 Unternehmen hätten bereits Proben des Materials angefordert. Zur Kommerzialisierung der Batterie wurde bereits ein Startup namens Elegus Technologies gegründet. Die Massenproduktion soll im vierten Quartal 2016 beginnen.

Fazit: Die Innovation aus Michigan könnte bei der Automobilindustrie tatsächlich einschlagen. Mit der Super-Membran gehen die Forscher der UM einen Schritt weiter als die Forscher der Universität Stanford, die mit Volkswagen zusammenarbeiten (vgl. News 1/2015). Diese haben vor kurzem einen intelligenten Kupferseparator entwickelt, der es ermöglicht, den Nutzer bei Feuergefahr zu warnen, zum Beispiel mit einer SMS. Kurzschlüsse möglichst auszuschließen, ist aber sicherlich die ressourcenschonendere und preiswertere Lösung.

Zur Originalquelle (UM, Januar 2015)

Hintergrund-Studie (via Nature, Januar 2015)