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Phinergys Aluminium-Luft-Batterie: 1.750 Kilometer Reichweite ohne Aufladen, danach in die Werkstatt

18.11.14

Auf der Batteriemesse in Detroit hat das israelische Startup Phinergy soeben neue Details über seine Aluminium-Luft-Batterie bekannt gegeben. Erst im Juni hat das Unternehmen, das mit dem Aluminiumhersteller Alcoa zusammenarbeitet, bei einer Demo in Kanada nachgewiesen, dass die versprochene Reichweite tatsächlich erreicht wird. Ein umgebauter Citroen fuhr in Montreal ohne Unterbrechung 1.750 Kilometer ohne geladen werden zu müssen. Der große Vorteil der Phinergy-Technologie: Die Batterien und damit das ganze Elektroauto werden leichter. Eine Aluminium-Luft-Batterie, die 1.000 Kilometer Reichweite bietet, wiegt laut Unternehmen nur 100 kg. Der große Nachteil: Wenn die Aluminiumplatten sich entladen haben, müssen sie in einer Werkstatt ersetzt werden. Außerdem kann der Phinergy-Akku Lithium-Ionen-Batterien nicht ersetzen. Er funktioniert eher wie ein Range-Extender zu einer vorhandenen Lithium-Ionen-Zelle. In der Aluminium-Luft-Batterie wird Energie durch die Reaktion des Aluminiums auf Sauerstoff erzeugt. Der Akku besteht aus Aluminiumplatten, die als Anode funktionieren und mit Sauerstoff und einem wasserbasierten Elektrolyt reagieren. Dabei wird das Aluminium zu Aluminiumhydroxid und es wird elektrischer Strom erzeugt. Das Aluminiumhydroxid, das im Elektrolyt gelöst wird, kann laut Alcoa später wieder recycelt werden.

Phinergy will die Akkus binnen zwei Jahren kommerzialisieren. Vielleicht gibt es bis dahin ein tragfähiges Konzept, wie man die Aluplatten einfach und vielleicht sogar ohne Werkstattbesuch ersetzen kann.

Zur Originalquelle (Alcoa, Juni 2014)

Zur Originalquelle (Phinergy via Youtube, März 2013)