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Rice Universität entwickelt Mikro-Superkapazitator mit Graphen-Schaum

18.12.14

Die private Rice Universität in Houston (Texas) hat einen Laser induzierten Graphen-Schaum (LIG) entwickelt, mit dem sie hofft, besonders leistungssarke Superkapazitatoren bauen zu können. Dabei wird ein Schaum aus Graphen-Flocken mit Hilfe eines Lasers auf einen Polymer-Plastikfilm aufgetragen. Zunächst haben die Wissenschaftler einen Prototyp gefertigt, der nur fünf Atome dick ist. Der Mikro-Superkapazitator hat eine Leistung von etwas mehr als vier Millifarad. Die Forscher wollen die Technologie aber im nächsten Schritt hochskalieren, um sie als Energiespeicher für Elektrogeräte oder Fahrzeuge nutzen zu können.

Die von einem Baumwoll-Kaufmann gegründete Rice-Universität ist zwar nicht sehr bekannt, gilt aber unter Experten als einer der besten US-Universitäten. Bereits in der Vergangenheit konnten Rice-Forscher überraschende Erkenntnisse auf dem Gebiet der Dünnschicht-Batterien (vgl. News 7/2012) und Dünnschicht-Solarzellen erzielen. Im April meldete Rice, dass es eine flexible Dünnschicht-Batterie ohne Lithium entwickelt habe, die für kleine Elektrogeräte anwendbar sei. Derartige Mikroenergiezellen haben eine sehr lange Lebensdauer. Außerdem sind sie leicht und benötigen kaum Platz. Gelänge es, die Technologie für größere Leistungen hochzuskalieren, wären sie auch für Elektroautos interessant, da weniger Gewicht auch weniger Energieverbrauch bedeutet.

Zur Originalquelle (Rice University, Dezember 2014)

Zur Originalquelle (Rice University, April/2014)