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Schwedische Forscher entwickeln energiespeichernde Fahrzeugkarosserie - Nutzung von Karbon wie Volvo

17.06.14

Das schwedische KTH Royal Institute of Technology hat eine Fahrzeugkarosserie entwickelt, die als Elektrode für eine Lithium-Ionen-Batterie dienen kann. Ineinander verwobene Karbonfasern könnten als Karosserie Energie speichern und dadurch das Gewicht des Fahrzeuges reduzieren. Kohlefaser stelle eine echte Alternative zu Graphit dar, so Forschungsleiter Eric Jacques. Lithium könne in die Mikrostruktur der Karbonfaser eingefügt werden, die dann als guter Leiter funktioniere. Die Carbonfaser der KTH-Forscher sei sehr leicht, habe eine gleichmäßige Struktur und ausgezeichnete mechanische Eigenschaften, so Jacques.

Ein Forschungsprojekt des Imperial Colleges London, an dem Volvo beteiligt war, hat einen ähnlichen Ansatz (vgl. BZ-News 11/2013 und 12/2013) verfolgt. Volvo will durch energiespeichernde Karosserien 15 % des Fahrzeuggewichtes einsparen. Wie vielversprechend Karbonfasern als Energiespeicher sind, kann man an den Fördergeldern der US-Behörde ARPA-E ablesen. Sie vergab vor kurzem fast 9 Mio. US-Dollar zur Entwicklungsförderung von Strukturbatterien. Klaus Müllen, Direktor des Max-Planck-Instituts für Polymerforschung in Mainz, schätzt, dass E-Autos in fünf bis zehn Jahren Strom im Fahrgestell speichern können, wenn es Forschern bis dahin gelingt, einzelne Schichten des verwendeten Materials dünner werden zu lassen, wie er gegenüber dem Handelsblatt erklärt hat.

Zur Originalquelle (KTH, Juni 2014)

Zur Originalquelle (Volvo, Oktober 2013)