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Varta und Fraunhofer IPA planen Serienproduktion von PowerCaps - ultraschnelles Aufladen, Lebensdauer bis 15 Jahre

12.11.14

Gefördert vom Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg und in Zusammenarbeit mit dem Batteriehersteller VARTA Microbattery, dem Fraunhofer IPA und weiteren Projektpartnern entstehen im Projekt FastStorageBW derzeit neuartige Stromspeicher, so genannte PowerCaps, mit denen lange Wartezeiten beim Laden schon bald der Vergangenheit angehören könnten. Insgesamt sollen in den nächsten drei Jahren 60 Mio. Euro in die Entwicklung der PowerCaps fließen, von denen das Finanzministerium 25 Mio. Euro beisteuern wird. Ein Investment, das sich lohnen könnte: Herbert Schein, CEO der VARTA Microbattery, erwartet ein in den nächsten vier bis sechs Jahren ein Marktpotential zwischen zwei bis drei Milliarden Euro.

PowerCaps sind gepolte (unipolare) Elektrolytkondensatoren. Bei diesem darf das Dielektrikum nur in einer Richtung mit Spannung beansprucht werden. Edward Pytlik, Leiter der Forschungs- und Entwicklungsabteilung für PowerCaps bei VARTA Microbattery, sieht für den neuen Speicherzellen-Typ Vorteile hinsichtlich Energiedichte, Sicherheit, Lebenserwartung und Kosten. Aufgrund ihrer hohen Zyklenfestigkeit (>100.000 Zyklen) und ultraschnellen Aufladung (im Sekundenbereich) ermöglichen sie komplett neue Konzepte der Energierückgewinnung und -speicherung. Zudem zeichnen sie sich durch ihre hohe Zuverlässigkeit und im Vergleich zu heutigen Lithium-Ionen-Systemen unter anderem durch hervorragende Sicherheitseigenschaften aus. PowerCaps kommen für Elektroautos in Frage, aber auch für alle Anwendungen, bei denen Bremsenergie gespeichert werden kann (Rekuperation).


Kohlenstoffplättchen für die PowerCap-Elektroden (Quelle: Fraunhofer IPA)

Zur Originalquelle (Fraunhofer IPA, November 2014)