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Weitere Gigafabrik in China erhöht Preisdruck auf Batterien - Lithium-Kobalt-Akkus mit 200 Wh/Kg

14.01.15

Elon Musk, dessen Gigafactory bis 2020 fertig sein soll, wird weitere Konkurrenz bei der Batterieproduktion bekommen. Das in den USA gegründete Startup Boston Power hat vom chinesischen Staat eine Finazspritze in Höhe von 290 Mio. US-Dollar (245 Mio. Euro) erhalten, um seine beiden Werke in China zu vergrößern. Boston Power stellt Lithium-Kobalt-Batterien (LiCoO2) her, die eine Energiedichte von 200 Wh/kg aufweisen. Es bestehen Lieferverträge mit Beijing Electric Vehicle Co., Chinas staatlichem Autobauer, der unter anderem für Mercedes-Benz Modelle wie den Denza fertigt.

Sonny Wu, CEO von Boston Power, erklärte gegenüber dem Magazin Energy Collective, dass er sich in direkter Konkurrenz zu Elon Musks Gigafactory sieht. Es ist äußerst wahrscheinlich, dass Boston Power in einen Preiskampf mit Tesla Motors einsteigt und damit die Batteriekosten weiter senkt. Der Investitionsaufwand für eine Batteriefabrik in China sei wesentlich niedriger, als in Reno Nevada, erklärte Wu. Zunächst will Boston Power die bereits vorhandene Batteriefabrik in Liyang bis 2016 verfünffachen. Die zweite Fabrik in Tianjin soll bis 2017 eine Kapazität von 4 GWh ereicht haben und bis 2018 auf 8 GWh verdoppelt werden. Damit wird Boston Power noch immer kleiner sein als Teslas geplante Gigafactory, die Batterien mit 35 GWh pro Jahr auf den Markt werfen will. Der Preisdruck wird sich aber durch eine derartige Konkurrenz trotzdem erhöhen.

Zur Originalquelle (Boston Power via PR Newswire, Dezember 2014)