News

Agora Energiewende: Stromspeicher in der Energiewende

15.09.14

Kernaussage: bis ca. 2030 keine Stromspeicher nötig; Flexibilitätsoptionen günstiger

In den nächsten 10 bis 20 Jahren kann die benötigte Flexibilität im Stromsystem durch andere Flexibilitätsoptionen (zum Beispiel flexible Kraftwerke, Lastmanagement) günstiger bereitgestellt werden als durch neue Stromspeicher. Erst bei sehr hohen Anteilen von Erneuerbaren Energien (ab etwa 90 %), die ab 2033 erwartet werden, müssen neue Stromspeicher bereitgestellt werden. Das ist das Ergebnis einer Studie von FENES, IAEW, ISEA und ef.Ruhr im Auftrag des Berliner Thinktanks Agora Energiewende. Bei 42% Erneuerbaren Energien in Deutschland entstünden noch keine relevanten EE-Erzeugungsüberschüsse. Im 90% Szenario führten Kombinationen aus etwa je 10 GW Speichern zu Einsparungen. Langzeitspeicher schnitten im 90% Szenario besser ab, da Kurzzeitspeicher in stärkerer Konkurrenz zu alternativen Flexibilitäten stünden. Die größten Vorteile hätten Speicher bei der Primärregelleistung, deren Marktgröße auf ca. 0,6 GW heute und in Zukunft geschätzt wird. In einigen speziellen Fällen in der Niederspannungsebene könnten Speicher den Verteilnetzausbau ersetzen (bis zu 0,7 GW in 2033).

Zur Studie (September 2014)