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DCTI: Speichertechnologien 2014

19.05.14

Kernaussage: Speichermarkt erst am Anfang und kaum wirtschaftlich; Langzeitspeicher wegen ihrem niedrigen Wirkungsgrad frühestens ab 2030 wirtschaftlich

Das Deutsche Cleantech Institut in Bonn hat zum zweiten Mal eine Speichertechnologie-Studie herausgegeben, die die Bandbreite der derzeit bekannten Technologien und mögliche Anwendungsbereiche aufzeigt. Während Stromspeicherung in der Vergangenheit vor allem in zentralen (Pump-)Speichern stattgefunden habe, sei derzeit ein starker Trend hin zur Nutzung in mobilen und dezentralen Anwendungsbereichen zu beobachten. Elektromobilität und die Einbindung von Speichern in kleinere, lokale Erzeugungseinheiten, die erneuerbare Energiequellen nutzen, führen dazu, dass sich die Aufgaben und die Anforderungen an die Stromspeicher wandeln und die Entwicklungsabteilungen der Unternehmen und die Forschungseinrichtungen auf diese neuen Herausforderungen und Nutzungsbereiche reagieren müssen. Pumpspeicher gelte als erprobte Technologie, viele elektrochemische und elektrische Speicherkonzepte seien hingegen noch in der Entwicklungsphase. Märkte für mobile Speicher gewännen durch den Einsatz in Elektrofahrzeugen und für dezentral-stationäre Speicher, wie sie zunehmend
für Besitzer von Photovoltaikanlagen interessant werden, an Bedeutung. Mit dem Erreichen der
Netzparität für Solarstrom auf Verbraucherebene steigt der Anreiz, den Anteil des Eigenverbrauchs
mit Hilfe von Speicherlösungen zu steigern, da die Stromgestehungskosten für den selbst erzeugten
Strom unter den Bezugskosten für Strom beim Energieversorger lägen.

Zur Studie (Mai 2014)