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Fraunhofer ISI: Energiespeicher für die Elektromobilität – Deutschland auf dem Weg zum Leitmarkt und Leitanbieter?

28.11.14

Kernaussage: Deutschland ist weit davon entfernt, ein Leitmarkt für Batteriespeicher zu sein

Das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI) hat untersucht, ob Deutschland zum Leitmarkt für Energiespeicher werden kann, so wie es sich die Bundesregierung zum Ziel gesetzt hat. Um diese Frage zu beantworten, haben die Wissenschaftler Deutschlands Positionierung in einem umfassenden Benchmarking verglichen - auf der Basis einer Datenerhebung für 33 Indikatoren wie z. B. Patente, Produktionskapazitäten oder Lieferbeziehungen sowie einer Validierung der Ergebnisse durch Expertendiskussionen mit den weltweit führenden Ländern im Bereich der Energiespeicher für die Elektromobilität – Japan, Korea, China, den USA und Frankreich.

Sie kommen zu ernüchternden Ergebnissen: Deutschland sei derzeit kein Leitmarkt für Fahrzeugbatterien, hier führten eindeutig die USA und Japan. Deutsche Unternehmen deckten bisher nur wenige Stufen der Wertschöpfungskette ab. Deutschland habe auch deutliche Schwächen bei der Versorgung und dem Handel mit Lithium-Ionen-Batterie-spezifischen Rohstoffen wie Kobalt, Lithium, Mangan und Nickel. China dominiert den Handel auf dem Rohstoffmarkt, ist allerdings auf anderen Stufen der Wertschöpfungskette etwas weniger präsent. In den Bereichen Forschung und Technologie (siehe Abbildung, Forschung und Technologie) habe Deutschland gerade in den letzten Jahren einen enormen und erfolgreichen Aufholprozess gestartet. Dies sei u. a. auf die gestiegenen industriellen und öffentlichen Forschungs- und Entwicklungsausgaben zurückzuführen. Beim technologischen Wissen sei Deutschland derzeit also gut aufgestellt, wenn auch andere Länder hier noch einen kleinen Vorsprung haben.

Zur Studie (November 2014)