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Fraunhofer IWES, IAEW, Stiftung Umweltenergierecht: Roadmap Speicher

09.07.14

Kernaussage: Erst ab 60 % EE im Stromnetz sind Speicher und Demand-Response-Maßnahmen notwendig

Auf absehbare Zeit besteht keine große Notwendigkeit für Speicher. Zu diesem Ergebnis kamen die Partner des Projektes Roadmap Speicher. Das  in den letzten drei Jahren vom Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) mit 800.000 Euro geförderte Forschungsvorhaben befasste sich mit den Rahmenbedingungen und der Notwendigkeit von Stromspeichern. Eine gewisse Relevanz erhielten Speicher erst ab einem 60-prozentigen Anteil von EE-Strom im Gesamtnetz. Eine wichtige Größe sei dabei der Umfang von Demand-Response-Maßnahmen – mit dessen Zunahme sinke die Notwendigkeit der Speicherung erheblich, so der Abschlussbericht. Die Projektpartner Fraunhofer IWES, IAEW an der RWTH Aachen und die Stiftung Umweltenergierecht haben sich bei ihrer Beurteilung am gesamteuropäischen Maßstab orientiert. Die Größe des untersuchten Rahmens führte allerdings auch zu einer Annahme, die laut Bundeserband neuer Energieanbieter (BNE) kritisch zu sehen ist: Es  wurde darauf verzichtet, die Verteilnetzebene inkl. Hoch- und Mittelspannungsebene im Forschungsvorhaben näher zu betrachten. Sowohl Demand-Response-Maßnahmen als auch das nötige Speichervolumen wurden auf die Übertragungsnetzebene hochgerechnet. Ob dieses Gesamtvolumen dann auch dem tatsächlich erforderlichen Volumen entspricht, scheint deshalb zweifelhaft.

Zur Studie (Juli 2014)