News

J.D. Power: To Increase EV Sales, Automakers Must Address Economic Challenges, Not Just Tout Environmental Advantages (November 2012)

16.04.13

Kernaussage: Erfolg von Elektroautos setzt radikale Reduzierung der Anschaffungskosten voraus Reine Elektroautos werden solange einen nur verschwindend kleinen Anteil am US-Fahrzeugmarkt erreichen, wie es ihren Herstellern nicht gelingt, die Listenpreise zu senken, um damit dem Batterieantrieb zu einem echten wirtschaftlichen Vorteil gegenüber dem Verbrennungsmotor zu verhelfen. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie der US-amerikanischen Marktforschungsgesellschaft JD-Power.
Auch wenn sich Verbraucher zweifellos von ökologischen Aspekte wie beispielsweise weniger Ausstoß von Kohlendioxiden dazu bewegen lassen, sich mit der Anschaffung eines Elektrofahrzeuges mental und emotional zu beschäftigen, wollen künftige Besitzer (45%) in erster Linie ihre Treibstoffkosten senken. Wie mehr als 7.500 Halter von Elektrofahrzeugen einerseits berichtet haben, die im Rahmen der Untersuchung „Electric Vehicle Ownership Experience Study“ im Oktober 2012 befragt worden sind, zahlen diese im Monat nur durchschnittlich 18 US-Dollar, um die Antriebsbatterie in ihrem Fahrzeug aufzuladen. Das ist also nur einen Bruchteil der 147 US-Dollar, die sie bei gleicher Fahrleistung im selben Zeitraum für Benzin hätten bezahlen müssen.
Andererseits müssen Besitzer eines rein elektrisch angetriebenen Fahrzeuges Mehrkosten von durchschnittlich 10.000 US-Dollar verglichen mit einem Verbrennungsmotor-Fahrzeug in Kauf nehmen. Werden die jährlich erzielbaren Treibstoffersparnisse zu Grunde gelegt, sollte das Fahrzeug mindestens 6,5 Jahre im Privatbesitz betrieben werden, um die erhöhten Anschaffungskosten in der finalen Unterhalts- und Betriebskostenabrechnung (TCO= total cost of ownership) neutralisieren zu können. Eine solch lange Verweildauer bei ein und demselben Halter ist jedoch in der Praxis wenig realistisch.

Zur Studie